Spinnfischer auf Abwegen 3/3 – “Räuberische Karpfen”

IntroKarpfen auf Gummifisch? Für viele immer noch reine Zufallsfänge, aber die Rüssler meines Hausgewässers belehrten mich dieses Jahr eines Besseren.  Alles begann im Sommer: Mein Kumpel und ich waren - wie fast jeden Tag - ein wenig die Barsche ärgern. Plötzlich bekam ich einen heftigen Schlag in der Rute und der Widersacher war kein großer Barsch, kein Hecht und auch kein Zander, sondern ein 10 – pfündiger Spiegelkarpfen, der sich den 3,5er Kopyto schmecken ließ. Dies war die Geburtsstunde eines verrückten „(Raub)Karpfen-Jahres“.



Wir konnten einige Karpfen auf diverse Gummiköder überlisten, wie auch diesen 9-Pfünder auf Berkley Realistix.

Realistix Karpfen

Hier ein Raub-Schuppi von Julian, der sich beim nächtlichen Zanderjiggen nen' Swing Impact schmecken ließ.

Raub-Schuppi

Nach einigen gefangenen Fischen kristallisierte sich eine bestimmte Führungsweise der Gummiköder heraus. Der Jigkopf sollte dabei so leicht wie möglich gewählt werden, um den Gummifisch in Zeitlupe über den Grund zu jiggen. Die Bisse kamen in der Ruhephase, also als der Köder regungslos am Grund lag. Auf eine schnellere Führungsweise reagierten die Karpfen sehr ängstlich, wobei die meisten sofort das Weite suchten.

Dieser Spiegler knallte auf einen sehr passiv geführten 3,5er Kopyto.

Karpfen auf Kopyto

Die Drills kann man damit vergleichen, als ob man einen ICE gehakt hätte. Nach dem Biss kommt sofort eine wuchtige Flucht von vielen Metern, die sich von der Geschwindigkeit her mit keinem Raubfisch vergleichen lässt. Da kann man mit UL-Rods nicht viel machen, außer hoffen, dass der Rüssler nicht ins Unterholz und auch nicht über eine Muschelbank flüchtet. Und auch der Rest der Drills ist keineswegs unspektakulär...Der Karpfen zieht gemütlich seine Bahnen und selbst steht man mit seiner Barschflitsche da und schaut sich die ganze Sache ziemlich beeindruckt an.

Wenn der Raub-Rüssler nach schweißtreibenden Minuten endlich landebereit ist, beachtet bitte, dass die Karpfen sehr empfindliche Kiemen haben und somit würde ich euch den "Raubfisch-gewohnten" Kiemengriff dringlichst abraten! Falls man keinen Kescher zur Stelle hat, lieber auch mal den Karpfen im Wasser abhaken, um nicht für ein Foto die Gesundheit des Fisches zu gefährden.

schönes Release!

In diesem Sinne ein kräftiges Petri Heil für die Raubkarpfen-Saison 2011,

euer Stadi{jcomments on}